
Sinnvolle EigenleistungenToxoplasmoseDie Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit,
die durch den Erreger „Toxoplasma
gondii" von der Mutter auf das ungeborene Kind übertragen
werden kann. Eine Infektion erfolgt hauptsächlich durch Katzenkontakt
(Katzenkot) oder durch den Genuss von rohem Fleisch (Mett oder Tartar,
Schinken, Salami) oder nicht durchgebratenem Fleisch sowie ungewaschenem
Obst„ Gemüse und Salat. |
Diese Leistung ist nicht Bestandteil der routinemäßigen Mutterschaftsvorsorge, so dass Sie die Kosten hierfür selbst tragen müssen.
Das Ersttrirnesterscreening
Aus den Erfahrungen, die mit
dem Tripletest in den letzten 10 Jahren gemacht worden sind, steht momentan
ein ,neues Verfahren zur Risikopräzisierung
bestimmter Chromosomenstörungen im Focus des wissenschaftlichen
Interesses, welches schon im ersten Drittel der Schwangerschaft eingesetzt
werden kann: das Ersttrimesterscreening.
Bei
diesem Verfahren handelt es sich um eine Kombination aus einer speziellen
Ultraschalluntersuchung, dem mütterlichen Altersrisiko
und biochemischen Analysen. Bei der speziellen Ultraschalluntersuchung
in der 12.-14. Schwangerschaftswoche wird zunächst das exakte Schwangerschaftsalter
durch Messung der Scheitel-Steiß-Länge bestimmt, anschließend
die sog. Nackenfalte des Embryos (auch Nackentransparenz bzw. nuchal translucency
oder NT genannt) gemessen. Diese Struktur tritt normalerweise bei fast jedem
Kind in diesem Schwangerschaftszeitraum auf, beträgt im Durchschnitt
1-2 mm und entwickelt sich mit zunehmendem Schwangerschaftsalter wieder
zurück. Ist jedoch diese Nackentransparenz größer als gewöhnlich
(ab ca. 3 mm), so kann dieses ein deutliches Zeichen auf ein mögliches
Vorliegen einer Chromosomenstörung beim Kind sein. Das Risiko ist erhöht.
Für
die biochemische Analyse werden 2 Parameter untersucht: Das Gesamt-hCG bzw.
das freie Beta-hCG und das PAPP-A. Diese Parameter sind schwangerschaftsspezifisch.
Veränderungen in ihrer Konzentration bezogen auf eine statistisch berechnete
Normalkonzentration (Median) sind als Hinweis darauf zu werten, dass
Chromosomenveränderungen vorliegen.
Nach einer retrospektiven Studie
konnten bei Anwendung einer kombinierten Risikoabschätzung mit Hilfe
der biochemischen Tests, dem mütterlichen
Alter und der fetalen Nackentransparenz 89 % aller Schwangerschaften mit
einer Trisomie 21 (Down-Syndrom) wiederum bei einer falsch positiven Rate
von 5 % im ersten Trimester erkannt werden.
Blutzucker-Belastungstest
Ungefähr 2% aller Schwangeren
leiden an einem Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes), d.h. von ca.
100 Schwangeren, müssen 2 - 3 Frauen
wegen eines Schwangerschaftsdiabetes behandelt werden.
Ein Schwangerschaftsdiabetes
bedeutet ein erhöhtes Risiko für
Mutter und Kind. Beim Kind besteht eine erhöhte Rate an Missbildungen,
unnatürlich hohem Geburtsgewicht, nach der Geburt Atemnotsyndrom sowie
Unterzuckerung mit nachfolgenden Hirnschäden. Durch Plazentainsuffizienz
kann es zu einer 3fach höheren Frühsterblichkeit kommen. Der "Gestationsdiabetes" ist
die dritthäufigste Ursache für einen intrauterinen Fruchttod.
Bei
der Mutter besteht eine erhöhte Neigung zu Fehlgeburten, erhöhter
Fruchtwassermenge, erhöhtem Blutdruck, Harnwegsund Pilzinfektionen
sowie EPH-Gestose (= "Schwangerschaftsvergiftung"). Durch
diese Komplikationen kommt es zu einer 8fach höheren Totgeburtenrate.
Der
Schwangerschaftsdiabetes macht zunächst keine Symptome und kann
mit einfachen Tests wie Urinzucker- oder Blutzuckerbestimmung
nicht erfasst werden. Zur Feststellung eines Schwangerschaftsdiabetes
eignet sich lediglich ein sogenannter Blutzuckerbelastungstest.
Die Durchführung eines Blutzuckerbelastungstests zwischen der 24.
und 28. Schwangerschaftswoche ist aus ärztlicher Sicht zu empfehlen.
Hier können spezielle Formen des Schwangerschaftsdiabetes (d.h.
kein Nachweis von Zucker im Urin) frühzeitig entdeckt und Gegenmaßnahmen
eingeleitet werden.
Diese Leistung ist nicht Bestandteil der Mutterschaftsrichtlinien,
so dass Sie die Kosten für diesen Belastungstest selbst tragen müssen.
